Wer über Jahre hinweg immer wieder interessante Seiten gespeichert hat, findet in der Lesezeichenliste oft ein grosses, unübersichtliches Durcheinander vor. Viele dieser gespeicherten Seiten wurden seither nie wieder geöffnet, und ein Grossteil davon würde man heute wahrscheinlich gar nicht mehr wiedererkennen.
Ein guter Anfang ist, sich einen Moment Zeit zu nehmen und die Liste einmal komplett durchzugehen, statt sie einfach weiter anwachsen zu lassen. Seiten, die klar veraltet sind oder deren Inhalt sich nicht mehr erschliesst, können ohne schlechtes Gewissen gelöscht werden.
Wenige, klare Ordner statt einer langen Liste
Für die verbleibenden, wirklich nützlichen Seiten lohnt sich eine Einteilung in wenige, klar benannte Ordner, etwa nach Themen, die im Alltag tatsächlich wichtig sind. Eine grobe Einteilung reicht dabei meist völlig aus, viele kleine Unterordner machen die Sache eher komplizierter als einfacher.
Neue Seiten sollten von nun an gleich beim Speichern in den passenden Ordner einsortiert werden, statt zunächst lose oben in der Liste zu landen. Diese kleine Gewohnheit verhindert, dass sich das alte Durcheinander mit der Zeit einfach von Neuem aufbaut.
Mit einer solchen Ordnung lässt sich eine gesuchte Seite künftig deutlich schneller wiederfinden, ohne die ganze Liste von oben bis unten durchsuchen zu müssen. Ein kurzer Blick pro Jahr reicht danach meist aus, um die Ordnung dauerhaft zu erhalten.
Besonders hilfreich ist ein eigener Ordner für Seiten, die man nur für eine begrenzte Zeit braucht, etwa im Zusammenhang mit einem einzelnen Vorhaben. Dieser Ordner lässt sich nach Abschluss des Vorhabens komplett löschen, ohne dass dauerhaft nützliche Lesezeichen dabei versehentlich mit verschwinden.
So bleibt die gesamte Sammlung über die Jahre hinweg deutlich schlanker, weil vorübergehend wichtige Seiten nicht unbegrenzt zwischen den dauerhaft nützlichen liegen bleiben, sondern gezielt wieder entfernt werden, sobald ihr eigentlicher Zweck erfüllt ist.
Wer diese Trennung von Anfang an einhält, gewinnt mit der Zeit ein deutlich klareres Bild davon, welche Seiten wirklich dauerhaften Wert haben und welche nur für einen kurzen Moment gebraucht wurden, was die künftige Pflege der ganzen Sammlung spürbar erleichtert.